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ARD kalkuliert mit dem Montagabend
Die ARD will künftig auch am Montagabend Fernsehfilme senden, die dann mit dem üblichen Montagsfilm des ZDF konkurrieren werden. «Wir müssen uns den Montag für spezielle Programme erschließen», sagte Jörn Klamroth, Geschäftsführer der ARD- Filmtochter Degeto, am Donnerstagabend in Hamburg.
Hamburg (dpa)

Es gebe in der Fernsehlandschaft keine «Schonräume» mehr. Das ZDF setzt seinerseits am Mittwoch seit einiger Zeit vom Genre her leichtere Filme gegen schwerere ARD-Kost.

Die ARD wird am 2. Februar, einem Montag, ihren nächsten Beitrag gegen das ZDF-Angebot setzen: Den Film «Willkommen zuhause» über einen Afghanistan-Heimkehrer mit Ken Duken in der Hauptrolle. Dieser Film sollte zunächst im Herbst gezeigt werden, wurde zunächst verschoben auf Mittwoch, den 21. Januar. Als das ZDF dann aber Hape Kerkelings Komödie «Ein Mann, ein Fjord» dagegen platzierte, musste die ARD «Willkommen zuhause» erneut verlegen und setzte das Stück am 2. Februar gegen die zweite Folge des Mehrteilers «Die Wölfe».

ARD-Programmdirektor Volker Herres kündigte für das neue Jahr eine große Vielfalt neuer Filme an. Herres sagte, dass für internationale Spielfilme nach dem Ende von «Schmidt & Pocher» auf dem Sendeplatz am Donnerstagabend nach den «Tagesthemen» testweise eine neue Sendefläche geschaffen werde. Einen Stammplatz für Lizenzfilme zur Hauptabendsendezeit um 20.15 Uhr rückte Herres jedoch in weitere Ferne, weil nicht jeder Streifen sich auch dafür eigne. Als größere Produktionen nannte die ARD unter anderem für 2009 die TV- Erstausstrahlungen der «Buddenbrooks»-Verfilmung von Heinrich Breloer und den «Baader-Meinhoff-Komplex».

Im Februar sollen die Dreharbeiten von Regisseur Dieter Wedels Zweiteiler über den Millionen-Betrüger Jürgen Harksen beginnen, sagte Herres. Die ARD sei bestrebt, den Film noch in diesem Jahr auszustrahlen. Der Programmdirektor unterstrich ferner, dass sowohl Harald Schmidt als auch Oliver Pocher mit der ARD über eine Fortsetzung mit jeweils auf sie zugeschnittenen Shows redeten, Schmidt werde wohl eine «politisch» angehauchte Sendung machen. Einen Fokus werde die ARD auf das Wahljahr legen, in dem mehrere Landtags- und Kommunalwahlen sowie die Bundestagswahl im Mittelpunkt stünden.

Neben dem Duell der Kanzlerkandidaten ist Herres daran interessiert, mit den Spitzenkandidaten eine Fernsehsendung mit einer «Bürgerbefragung» zur politischen Zukunft zu machen.




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